Die besten Zimtschnecken – buttrig, fluffig & extra saftig
Die besten Zimtschnecken
Buttrig, fluffig & extra saftig
“There’s things I wanna say to you
But I just let you live.”
Wenn draußen der Regen gegen die Fensterscheiben prasselt, eine Tasse Tee neben mir steht und ich mich mit einer kuscheligen Decke und einem guten Buch verkriechen könnte, gibt es für mich kaum etwas Gemütlicheres als den Duft von frisch gebackenen Zimtschnecken.
Ich liebe Zimtschnecken wirklich sehr – allerdings gibt es für mich ein paar Dinge, die sie einfach nicht haben dürfen. Ich mag keinen starken Hefegeschmack und auch ein Frosting, das durch den Frischkäse zu sauer wird, kann mir eine Zimtschnecke ziemlich schnell verderben.
Diese hier sind deshalb ganz anders. Durch den Tangzhong werden sie unglaublich weich und fluffig – fast wie ein warmes Milchbrötchen, nur eben mit ordentlich Butter, braunem Zucker und Zimt.
Und jetzt kommt vielleicht mein wichtigster Tipp: Ich finde tatsächlich, dass sie am nächsten Tag noch besser sind. Ich bewahre sie abgedeckt im Kühlschrank auf und erwärme eine Zimtschnecke für ungefähr 30 Sekunden in der Mikrowelle. Danach ist sie wieder warm, weich und herrlich saftig.
Wenn ich sie für Gäste vorbereite, mache ich es sogar noch lieber so: Nach dem Formen kommen die Zimtschnecken abgedeckt direkt in den Kühlschrank. Dort können sie mehrere Stunden langsam gehen. Kurz bevor sie in den Ofen kommen, nehme ich sie heraus und gebe die Milch-Butter-Mischung darüber.
Und obwohl das Rezept durch die Gehzeiten natürlich nicht in einer halben Stunde fertig ist, bedeutet das nicht, dass man den ganzen Tag in der Küche stehen muss. Ganz im Gegenteil. Ich liebe es, sie an einem gemütlichen Samstag oder Sonntag zu machen, wenn ich sowieso Zeit habe. Zwischen den einzelnen Schritten kann man eine Serie schauen, lesen, Tee trinken und einfach den Tag genießen.
Das Rezept
Die besten Zimtschnecken
Zutaten
Tangzhong- 25 g Weizenmehl
- 125 ml Vollmilch
- 475 g Weizenmehl Type 480/550
- 7 g Trockenhefe
- 70 g Zucker
- 1 Ei (ca. 55 g)
- 120 ml Vollmilch
- 8 g Vanillezucker oder 1 TL Vanilleextrakt
- 8 g Salz
- 80 g weiche Butter
- der gesamte Tangzhong
- 100 g sehr weiche Butter
- 150 g brauner Zucker
- 50 g weißer Zucker
- 2–2½ EL Zimt
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1 Prise Salz
- 100 ml Vollmilch
- 30 g geschmolzene Butter
- 100 g Frischkäse
- 40 g weiche Butter
- 60 g Puderzucker
- 1 TL Vanille
- 1–2 EL Milch
- 1 Prise Salz
Zubereitung
- Tangzhong vorbereiten: Mehl und Milch in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren erhitzen, bis eine dicke, puddingartige Masse entsteht. Nicht kochen lassen. Anschließend auf lauwarm abkühlen lassen.
- Hefeteig machen: Mehl, Trockenhefe, Zucker, Ei, Milch, Vanille und den abgekühlten Tangzhong miteinander verkneten. Zuerst etwa 5 Minuten kneten.
- Das Salz hinzufügen und anschließend die weiche Butter Stück für Stück einarbeiten. Den Teig weitere 8–10 Minuten kneten. Er soll sehr weich, elastisch und leicht klebrig sein, sich aber langsam vom Schüsselrand lösen. Wenn er den Fenstertest besteht, ist er perfekt.
- Erste Gehzeit: Den Teig abgedeckt etwa 60–75 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen, bis er ungefähr das 1,5-Fache seines Volumens erreicht hat. Dabei lieber nach dem Teig als ausschließlich nach der Uhr gehen.
- Füllen: Den Teig auf etwa 45 × 35 cm ausrollen. Mit der sehr weichen Butter bestreichen. Braunen Zucker, weißen Zucker, Zimt, Salz und Vanille gleichmäßig darauf verteilen.
- Den Teig von der 35-cm-Seite aus möglichst eng aufrollen. Die fertige Rolle sollte ungefähr 45 cm lang sein.
- Schneiden: Die Rolle in 12 möglichst gleich große Stücke schneiden. Besonders sauber funktioniert das mit Zahnseide. Die Zimtschnecken in eine gebutterte Form setzen – zunächst mit etwas Abstand zueinander.
- Zweite Gehzeit: Die Zimtschnecken nochmals etwa 40–60 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen, bis sie sichtbar aufgegangen und schön fluffig sind. Bei leichtem Fingerdruck sollte die Delle langsam wieder zurückkommen.
- Für Gäste vorbereiten: Wenn du sie erst später backen möchtest, kannst du die geformten Zimtschnecken stattdessen abgedeckt für mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen. Vor dem Backen herausnehmen und kurz temperieren lassen.
- Milch-Butter-Mischung: Kurz vor dem Backen die lauwarme Milch mit der geschmolzenen Butter vermischen und zwischen sowie teilweise über die Zimtschnecken gießen. Nicht komplett darin ertränken.
- Backen: Bei 175 °C Ober-/Unterhitze etwa 25–30 Minuten backen. Die Oberfläche soll schön goldbraun sein, die Zimtschnecken innen aber noch weich und saftig. Nicht zu lange backen.
- Frosting: Frischkäse, weiche Butter, Puderzucker, Vanille, Milch und eine Prise Salz glatt verrühren.
- Die Zimtschnecken nach dem Backen etwa 5–10 Minuten abkühlen lassen und anschließend noch warm mit dem Frosting bestreichen.
Am nächsten Tag schmecken sie besonders gut: Die Zimtschnecken abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und vor dem Essen etwa 30 Sekunden in der Mikrowelle erwärmen. So werden sie wieder wunderbar weich und saftig.
Wichtig beim Teig: Bitte nicht vorschnell zusätzliches Mehl hineingeben. Der Teig soll weich und leicht klebrig sein – genau das sorgt später für die fluffige Konsistenz.
Nicht überbacken: Sobald die Zimtschnecken schön goldbraun sind, sind sie fertig. Zu langes Backen macht sie schnell trocken.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine Tasse Tee.
Für mich sind diese Zimtschnecken genau das Rezept, das man an einem langsamen Wochenende machen möchte. Nicht, weil es kompliziert oder anstrengend ist, sondern weil es einfach schön ist, wenn etwas Selbstgemachtes ein bisschen Zeit bekommt.
Und wenn dann der Duft von Zimt und Butter durch die Küche zieht, draußen der Regen fällt und die erste noch warme Zimtschnecke auf dem Teller liegt, ist eigentlich schon alles gesagt.


