Reisen

Thailand Reise

Koh Phi Phi in Thailand

THAILAND · MARCH 2025

Thailand – 3 Wochen zwischen Inseln, Streetfood & einer völlig anderen Welt

Unsere erste Reise nach Thailand – von Bangkok über Phuket und Krabi zurück in eine Stadt, die mir erst im Nachhinein richtig gefallen hat.

08. – 24. März 2025 · Phuket · Krabi · Bangkok

EINE REISE, DIE LANGE IN MIR WAR

Warum Thailand?

Thailand war für mich schon lange mehr als nur irgendein Reiseziel. Schon als Kind hatte ich eine besondere Verbindung zu dem Land, obwohl ich selbst noch nie dort gewesen war.

Zwei meiner Kindheitsfreundinnen hatten thailändische Mütter und dadurch bin ich schon früh mit der thailändischen Kultur und vor allem mit dem Essen in Berührung gekommen. Das Land hat mich seitdem irgendwie nie ganz losgelassen.

Für meinen Mann war Thailand wiederum aus einem etwas anderen Grund interessant. Er interessiert sich schon lange für MMA und wollte unbedingt einmal dort Thaiboxen trainieren. Natürlich wollten wir beide auch das Land kennenlernen und uns durch die thailändische Küche essen.

Vom 8. bis zum 24. März 2025 war es dann endlich so weit. Unsere erste Reise nach Thailand.

Lina und Leon auf dem Flug nach Thailand

Auf dem Weg nach Thailand ♡

Leon streichelt einen Elefanten in Thailand

Unser erstes großes Thailand-Abenteuer

FIRST IMPRESSIONS

Eine völlig andere Welt

Wir hatten die Reise komplett im Voraus geplant: Bangkok, am nächsten Tag weiter nach Phuket, von dort mit dem Bus nach Krabi und anschließend wieder mit dem Flugzeug zurück nach Bangkok.

Und ich muss ehrlich sein: Am Anfang waren wir ziemlich überfordert. Thailand ist laut, warm, feucht, bunt und unglaublich lebendig. Man braucht einen Moment, um all das überhaupt auf sich wirken zu lassen.

Besonders die Luftfeuchtigkeit war extrem und auch der Verkehr war anfangs ziemlich abschreckend – gerade wenn man darüber nachdenkt, sich einen Roller zu mieten.

Aber dann betraten wir unseren ersten Seven Eleven und irgendwie war es plötzlich da: Okay. Jetzt sind wir wirklich in Thailand.

Pad Kra Pao in Thailand

Pad Kra Pao – eines meiner liebsten Gerichte

Sonnenuntergang am Patong Beach auf Phuket

Patong Beach bei Sonnenuntergang

„Das Beste an Thailand war für uns, dass es jeden Abend irgendwo einen neuen Straßenmarkt zu entdecken gab.“

STREET FOOD & NIGHT MARKETS

Jeden Abend irgendwo ein neuer Markt

Besonders auf Phuket haben wir diese Märkte geliebt. Überall Essen, Gerüche, Menschen, kleine Stände und Dinge, die wir vorher noch nie gesehen hatten. Es gab eigentlich jeden Abend einen Grund, einfach loszugehen und zu schauen, was uns erwartet.

Wir haben fast ausschließlich Streetfood probiert. Natürlich kann immer etwas passieren, aber für mich gehört genau das zu Thailand dazu. Wenn man vor jedem Stand Angst hat, kann man den Urlaub wahrscheinlich nicht richtig genießen.

Unsere kleine Regel war deshalb: dort essen, wo auch Locals essen, kein Leitungswasser trinken und bei rohen Lebensmitteln vorsichtig sein, wenn sie lange in der Sonne gelegen haben.

Dass der Magen sich anfangs vielleicht etwas an die Schärfe und die vielen Gewürze gewöhnen muss, kann dazugehören. Die thailändische Küche lebt schließlich von intensiven Aromen: Fischsauce, Thai-Chilis, Limette und Palmzucker – süß, salzig, sauer und scharf.

Boot und Sonnenuntergang während einer Tour in Thailand

Einer dieser Abende auf dem Wasser

PHUKET

Mehr als nur Party

Phuket hat uns überraschend gut gefallen. Gerade weil man vorher so viele negative Bewertungen über die Insel liest, war ich gespannt, wie sie tatsächlich sein würde.

Wenn man im Urlaub nicht ausschließlich Ruhe sucht, sondern auch etwas erleben möchte, ist Phuket meiner Meinung nach ziemlich gut geeignet. Die Insel ist groß und bietet unglaublich viele unterschiedliche Möglichkeiten.

Wir waren in Patong und am Patong Beach, in Phuket Old Town, im Central Phuket, an verschiedenen Stränden und natürlich auf Koh He. Dort war Banana Beach eines unserer Highlights.

Was mir weniger gefallen hat, waren manche Ecken von Patong, in denen Menschen teilweise ungefragt angefasst werden. Besonders angenehm fand ich das nicht.

KRABI

Eine Landschaft, die fast unwirklich wirkt

Nach Phuket ging es mit dem Bus nach Krabi – und plötzlich fühlte sich Thailand wieder komplett anders an.

Krabi ist hügeliger und landschaftlich unglaublich. Diese riesigen Felsen, die aus dem Wasser ragen, sehen teilweise so unwirklich aus, dass man kaum glauben kann, was man gerade vor sich sieht.

Wir waren am Ao Nang Beach, haben eine der beliebten Feuershows gesehen und mehrere Inseln erkundet – unter anderem Koh Phi Phi, Koh Mai Phai und Koh Lao Lading.

Krabi selbst ist nicht riesig. Wenn man keine Ausflüge plant, reichen meiner Meinung nach zwei bis drei Tage völlig aus. Für uns war es deshalb perfekt, die Zeit für verschiedene Touren zu nutzen.

Feuershow in Krabi

Feuershow am Abend in Krabi

A LITTLE MEMORY

Die kleinen Dinge bleiben manchmal am längsten

Auf einer kleinen Insel, die man zu Fuß komplett erkunden konnte, gab es keine Geschäfte und keine Hotels. Nur weißen Sand und unglaublich klares, seichtes Wasser.

Mein Mann und ich entdeckten winzige Spuren im Sand und folgten ihnen, bis wir herausfanden, dass sie von einem kleinen Krebs stammten. Wir saßen einfach da und beobachteten ihn.

Eigentlich war es überhaupt nichts Spektakuläres. Aber genau solche Momente sind es, an die ich mich Jahre später noch erinnere.

Khao Soi auf einem Streetfood-Markt in Krabi

Khao Soi – eines meiner liebsten Gerichte

THAI FOOD

Ich könnte wahrscheinlich einen ganzen Beitrag nur über Essen schreiben

Die thailändische Küche war für mich natürlich ein ganz besonderer Teil der Reise. Ich hatte sie schon als Kind lieben gelernt und Thailand war deshalb auch kulinarisch ein kleines Abenteuer.

Am liebsten habe ich Khao Soi und Pad Kra Pao gegessen. Dazu kamen Pad See Ew, Mango Sticky Rice, Thai Currys, Tom Kha Gai und viele Gerichte, die ich vorher teilweise noch gar nicht kannte.

Und dann waren da noch die Rotis – dünner Teig, gefüllt mit zum Beispiel Banane und Nutella. Eigentlich simpel, aber unglaublich lecker.

Besonders die Mangos waren unglaublich. Ich glaube, man versteht erst dort, wie anders eine richtig reife Mango schmecken kann. Mango Sticky Rice habe ich in Thailand zum ersten Mal gegessen und seitdem gehört er zu meinen Lieblingsdesserts.

Einige Gerichte mache ich mittlerweile regelmäßig zu Hause: Sticky Rice, Pad Thai, Khao Soi, Tom Kha Gai, Pad Kra Pao und verschiedene Thai Currys. Dabei lohnt es sich wirklich, authentische Zutaten aus dem Asia-Markt zu verwenden.

Siam Einkaufszentrum bei Nacht in Bangkok

Bangkok bei Nacht

BANGKOK

Reizüberflutung pur

Nach Phuket und Krabi ging es wieder zurück nach Bangkok. Und ich muss ehrlich sein: Als ich dort war, habe ich Bangkok ein bisschen gehasst.

Es war mir einfach zu viel. Zu laut, zu voll, zu schnell. Ich glaube, ich brauchte erst einmal Zeit, um diesen ganzen Trubel zu verarbeiten. Wenn man so etwas nicht gewohnt ist, kann Bangkok am Anfang wirklich ungemütlich wirken.

Im Nachhinein sehe ich die Stadt aber ganz anders. Bangkok hat unglaublich viel zu bieten: riesige Einkaufszentren, Rooftop-Bars, Streetmarkets, Restaurants, Hotels und Dinge, die man wahrscheinlich noch nie zuvor gesehen hat.

Gerade das Shoppen und Schlendern durch die Stadt hat mir gut gefallen. Und ich fand es toll, in einem luxuriösen Hotel mitten in dieser riesigen Stadt zu schlafen.

BANGKOK AFTER DARK

Eine Stadt, die man erst einmal kennenlernen muss

Karussell bei Nacht in Bangkok

Bangkok bei Nacht

Zimmerservice mit Wein in Bangkok

Zurück im Hotel

Sonnenuntergang auf dem Meer in Thailand

Und manchmal einfach raus aufs Wasser

THE MOMENTS I REMEMBER

Die Reise war nicht nur schön

Natürlich war nicht alles perfekt. Ein Moment, den ich definitiv nie vergessen werde, war unser Motorradunfall. Zum Glück hatten wir nur Schürfwunden und Prellungen und nichts Ernsthaftes.

Trotzdem war es eine ziemlich deutliche Erinnerung daran, dass selbst erfahrene Motorradfahrer nicht davor geschützt sind, dass plötzlich etwas passiert.

Ein anderer Moment war dagegen komplett anders: Mein Mann hat auf einer Insel mit ein paar Locals Fußball gespielt. Es war überhaupt nichts, was wir geplant hatten – und gerade deshalb war es so schön.

Lina und Leon auf einem Boot bei Koh Phi Phi

Frei gefühlt habe ich mich besonders auf dem Wasser.

„Manchmal sind es nicht die großen Sehenswürdigkeiten, sondern die kleinen Momente, die von einer Reise bleiben.“

THAILAND · 2025

A CONVERSATION I STILL REMEMBER

Ein ganz gewöhnliches Gespräch, das geblieben ist

Einer dieser kleinen Momente passierte in einem Hotel, als wir uns mit einem Paar aus Australien unterhielten. Der Mann war Unternehmer und mein Mann erzählte ihm von seiner damals bevorstehenden Selbstständigkeit.

Die beiden haben uns gut zugesprochen und uns Mut gemacht. Eigentlich war es nur ein Gespräch im Urlaub. Aber manchmal bleiben genau solche Begegnungen länger im Kopf, als man erwartet.

Ich halte bis heute daran fest und denke gerne daran zurück.

Was ich vor Thailand gerne gewusst hätte

Luftfeuchtigkeit Die Hitze fühlt sich durch die hohe Luftfeuchtigkeit deutlich intensiver an. Gerade am Anfang braucht der Körper etwas Zeit, sich daran zu gewöhnen.
Verkehr Vor allem in größeren Städten kann der Verkehr erstmal einschüchternd sein. Beim Mietroller sollte man sich bewusst sein, dass jederzeit etwas passieren kann.
Streetfood Für uns gehörte Streetfood unbedingt zur Reise. Wir haben uns daran orientiert, wo viele Einheimische essen, und rohe Lebensmittel in der Hitze eher gemieden.
Wasser Kein Leitungswasser trinken und lieber immer auf abgefülltes Wasser zurückgreifen.
Schärfe Thai Food kann deutlich schärfer sein als das, was man von zu Hause gewohnt ist. Der eigene Magen muss sich manchmal erst an die Gewürze und Chilis gewöhnen.
Zeit einplanen Thailand muss man nicht komplett durchplanen. Auch wenn unsere Reise im Voraus organisiert war, lohnt es sich vor Ort, Raum für spontane Entdeckungen zu lassen.

Würde ich wieder nach Thailand reisen?

Ja. Ohne lange darüber nachzudenken.

Thailand hat mir nicht nur schöne Strände, gutes Essen und unzählige Fotos beschert. Es hat mich manchmal überfordert, manchmal überrascht, manchmal zum Lachen gebracht und manchmal einfach sprachlos gemacht.

Und genau das ist wahrscheinlich der Grund, warum ich so gerne zurückmöchte. Nicht unbedingt an dieselben Orte. Ich möchte eine andere Seite von Thailand kennenlernen, andere Inseln sehen, andere Städte entdecken und wieder dieses Gefühl erleben, das dieses Land irgendwie auslöst.

Denn obwohl es am Anfang so fremd wirkt, passiert etwas Seltsames: Schon nach ein paar Tagen fühlt man sich fast wie zu Hause. Man kennt sich langsam aus, weiß, wo man essen möchte, findet seinen Weg durch die Straßen und merkt plötzlich, dass man sich in dieser völlig anderen Welt gar nicht mehr so fremd fühlt.

Ich glaube nicht, dass ich dort dauerhaft leben möchte. Aber ich glaube, dass Thailand immer ein Ort bleiben wird, an den ich gerne zurückdenke. Und irgendwann werde ich wieder dort sein.

Thailand, we’ll see you again. ♡

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